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Der Start ins Rettungshundeleben: Aller Anfang ist schwer. Beginnt man aber mit der richtigen Einstellung und einem geeigneten Partner an seiner Seite, kann dies der Einstieg in eine Tätigkeit sein, die nicht nur für den Hundeführer, sondern auch für den Hund eine große und ehrenvolle Aufgabe darstellt, die garantiert auch Spaß macht. Dazu sollte man bereits im Welpenalter mit der Arbeit starten und in einer geeigneten Rettungs- hundeeinheit zum Schnuppertraining gehen. Dabei sollten die Übungseinheiten unentgeltlich sein. Mit Ihrer Mitgliedschaft in der Organisation, der Sie beitreten, sind bereits alle Kosten gedeckt.
Ablauf eines Welpentrainings Welpen sind Babies. Sie haben genau wie kleine Menschen bestimmte Ruhe- und Wachphasen. Dies gilt es stets zu beachten. Leider sind Fälle bekannt, in denen Welpen und Junghunde bis zu zwei Stunden ohne jegliche Kompetenz über Hundeplätze gescheucht werden. Das ist untragbar! Bei uns und anderen seriösen Hundeeinheiten werden kurze Übungseinheiten (höchstens 10 min.) durchgeführt und dem Hund eine ausgedehnte Ruhephase gegönnt. Einen Hund mit Sicht auf das weitere Training anzuleinen ist nicht mit einer Ruhephase gleichzusetzen. Reize müssen dabei reduziert werden, damit der kleine Racker seine Erlebnisse verarbeiten kann.
Übungen Bereits Welpen können zielgerichtet trainiert werden. Diese Einheiten bilden den Grundstein für die gesamte Rettungshundearbeit. Mit positiven Signalen, Spiel und Futterbestätigung, der sogenannten Konditionierung auf die Motivationsmittel, wird der Hund auf verschiedene Untergründe geprägt, mit Menschen in Kontakt gebracht und die Triebe des Hundes intentional gefördert. Das Fundament für die Teambildung wird hier in verschiedenen Übungen gebildet, die das Vertrauen zwischen Welpe und Hundeführer aufbauen. Auch ein Kennenlernen von Geräten, Trümmern und Waldgebieten ist förderlich. Das muss allerdings absolut kontrolliert umgesetzt werden.
Vom Welpen zum Junghund Die Übergänge vom Welpen- zum Junghundalter sind fließend. Man geht davon aus, dass bei vollendeter Zahnung per Definition das Junghundealter erreicht ist. Ab hier beginnt ein neuer Abschnitt, welcher auch neue Übungseinheiten beinhaltet. Ab dieser Zeit werden die zukünftigen Rettungshunde bereits in das “echte” Rettungshundetraining eingebunden und beginnen mit Anzeigen, dem Erspüren von Ausbildungshelfern und dem Erlernen von Befehlen. Das Revieren und Detachieren üben die Heranwachsenden hier in langsamen Schritten.
Sensible Phase Zu beachten ist die sogenannte “Sensible Phase”. Diese ist für das Heranreifen von Hunden sehr wichtig. In dieser Zeit (fließend von 7. - 12. Monat) machen Hunde eine Wesensveränderung durch. Sie können hier vielfältige Symptome zeigen, die von leichter Reizbarkeit bis hin zu einer starken Lust- und Trieblosigkeit und Sensibilität, gar Ängstlichkeit reichen kann. In dieser Zeit darf man den Junghund nicht überfordern oder versuchen bereits Erlerntes unter Zwang abzurufen. Jeglicher Druck ist hier kontraproduktiv! Unser selbst entwickeltes Ausbildungs- konzept erlaubt es, mit dieser Phase umzugehen und entsprechende Ausweichübungen heranzuziehen.
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